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Über uns

Wir, zwei junge Regisseure, Timo Dicke aus Oestrich-Winkel und Johannes Furrer aus Gau-Bischofsheim, drehen als Abschlussfilm an der FH Mainz die Komödie Falsches Spiel. Die Haupt-Dreharbeiten fanden von Ende April bis Mitte Mai 2014 im Rheingau und der Mainzer Umgebung statt. Die Fertigstellung aller Postproduktionsschritte wird im Mai 2016 erfolgen.

Die Geschichte spielt im fiktiven Dörfchen „Lützelsau“ und erzählt von einem Blasmusikverein, der mit skurrilen Mitteln versucht, sich einen Auftritt bei der 800-Jahr-Feier des Dorfs zu erschummeln. Mit zeitgemäßem Humor wollen wir frischen Wind in das Genre „Heimatfilm“ bringen und ein liebevolles Portrait der Region und ihrer Bewohner zeichnen.

 

Über Falsches Spiel

Im kleinen Dorf Lützelsau steht die 800-Jahr-Feier vor der Tür. Um nach dem Tod der Mutter, den Kontakt zu seinem etwas schrulligen Vater aufrecht zu erhalten, beschließt Frank (35) wieder mal an den Proben des Dorfmusikvereins teilzunehmen. Für Franks Vater, Dirigent des Musikvereins, bricht erneut eine Welt zusammen, als er erfährt, dass sie wegen ihrer anhaltend schlechten Leistungen bei der bevorstehenden 800-Jahr-Feier des Dorfs nicht spielen dürfen. Um das Ansehen seines Vaters im Dorf zu retten, beschließt Frank, die Kapelle mit unkonventionellen Mitteln auf Vordermann zu bringen. Schließlich reaktiviert er die einst begnadete Besetzung längst vergangener Tage aus dem musikalischen Ruhestand. Doch damit fangen seine Probleme erst an.

Der Film erzählt in erster Linie die Geschichte von einem Vater und einem Sohn, die nach dem Tod der Frau/Mutter erst wieder lernen müssen miteinander und ihren jeweiligen Schwächen umzugehen.. Von einem Vater, der Zuflucht in der Gemeinschaft eines Musikvereins sucht. Und von einem 35-jährigen Sohn, der damit konfrontiert wird, den Vater zerbrechen zu sehen. Auf ihrem Weg zueinander stellen sie dabei ihr halbes Heimatdorf auf den Kopf und bescheren der Festgesellschaft des Dorfjubiläums ein Spektakel, über das man noch lange reden wird.

Darüber hinaus erzählt Falsches Spiel von der der Rettung des Dorfmusikvereins. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Darstellung der gealterten Musikanten gewidmet, die bei den Proben an die Grenzen ihrer Fähigkeiten stoßen. Dabei werden die Figuren in den Kontext des dörflichen Umfelds eingebettet.

Aus einer ernsten Ausgangssituation wird eine Geschichte entwickelt, die mitfühlen, aber auch mitlachen lässt. Die Charaktere werden trotz ihrer Skurrilität mit all ihren Eigenschaften ernst genommen. Am Ende des Films kommt es außerdem zu einer überraschenden Wendung.

 

Was bisher geschah…

Das Konzept zu Falsches Spiel entstand im Wintersemester 2010/11 in einem Seminar von Thomas Vollmar an der FH Mainz. In einem Team von sechs Studenten wurde recherchiert und eine Geschichte ausgearbeitet. In den folgenden Semesterferien schrieben Timo Dicke und Johannes Furrer die erste Drehbuchfassung für einen 25-minütigen Kurzfilm.

Im Sommersemester 2011 fanden die Dreharbeiten für den Trailer statt. Beim der hochschulinternen Semester-End-Präsentation konnte der 6-Minüter den Jury-Preis gewinnen. Im Laufe des folgenden Jahres kam er noch bei verschieden Festivals (siehe auch unter News) in die Endauswahl und konnte einem großen Publikum zugänglich gemacht werden. Auch bei Best-Of-FH-Mainz-Zusammenschnitten wurde er wiederholt verwendet. Dies alles war uns eine Motivation, den ganzen Film zu realisieren.

2012 haben wir unabhängig voneinander unsere Bachelor-Projekte gedreht und uns dazu entschieden, Falsches Spiel im Rahmen einer Masterarbeit an der FH Mainz zu vollenden. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Olaf Hirschberg und Ingo Haeb. Nach einer ausführlichen Drehbuchüberarbeitung und einer erfolgreichen Crowdfundingkampagne stand fest: „Falsches Spiel“ würde ein etwa einstündiges Werk werden, was im Fachjargon mit den etwas sperrigen Namen „mittellanger Film“ bedacht wird. In der Folgezeit konnten wir noch weitere Förderer, engagierte Schauspieler und Crew-Mitglieder für das Projekt gewinnen.

Locations wurden gesucht, gefunden, möbliert, dekoriert. Kostüme wurden genäht, umgenäht, geliehen, angepasst. Es wurde ein Kamerakonzept entwickelt, Lichtpläne gezeichnet, Drehpläne ausgearbeitet und Tagesdispositionen für unser 30-köpfiges Team geschrieben.

Im April 2014 war es dann soweit. Drei Wochen Spielfilmdreh. Viel Arbeit, Stress, Anstrengung, Aufopferung, Engagement, Freude, Schweiß, Spaß und vor allem eines: Tolle Bilder! Ihren Höhepunkt fanden die Dreharbeiten in der Lützelsauer 800-Jahr-Feier. 140 Statisten folgten unserem Ruf und füllten den Gau-Bischofsheimer Unterhof mit Leben – eine feierlaunige Gesellschaft, die schon nach kurzer Eingewöhnungszeit nicht mehr von einem realen Fest nicht mehr zu unterscheiden war. Alles in allem hatten wir einen sehr erfolgreichen Dreh hinter uns gebracht und waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Über den Sommer und Herbst 2014 zogen wir uns in den Schnittraum zurück, feilten an jedem Übergang, an jeder Einstellung, an jeder Szene, bis endlich alles stimmte. Kurz vor Weihnachten hatte dann ein kleines, ausgewähltes Publikum das Vergnügen, an einem Testscreening teilzunehmen – und nutze diese Gelegenheit, um uns gnadenlos auf ein Logik-Problem in der Geschichte aufmerksam zu machen. Nach einigen Tagen des Grübelns wurde klar: Wir müssen eine Szene nachdrehen! Wir müssen zurück nach Lützelsau! Gesagt – getan. Im Frühjahr 2015 rollte die Kamera ein letztes Mal und beseitigte alle Unstimmigkeiten, die beim Testscreening aufgefallen waren.

Nach dem finalisierten Schnitt folgten Farbkorrektur und Effektbearbeitung, sowie die Komposition der Filmmusik. Nach langer Suche fanden wir zwei Orchester, die bereit waren, uns die benötigte Blasmusik und die eigens geschriebene Filmmusik einzuspielen: Die Concert Band des Frauenlob Gymnasiums Mainz und Sinfonietta Mainz. Bevor die eigentliche Tonmischung geschehen konnte, mussten noch zusätzliche Sprachaufnahmen aufgezeichnet werden, eine Geräuschemacherin half beim Vertonen der Szenen. Außerdem mussten noch Schlager-Musikstücke des Alleinunterhalters produziert werden.

Und nun, im Frühjahr 2016, nach fast 7 Jahren „Falsches Spiel“ neigt sich das Projekt dem Ende zu. Letzte Arbeiten an der DVD, den Plakaten, sowie dem Making-Of liegen noch vor uns. Und natürlich die Vorbereitung einer gebührenden Premierenfeier…

Wir freuen uns drauf!